|
Großbaustelle des Jahres |
|
- Ausgangssituation |
|
Ausgangssituation |
|
Nach Paddelbruch und Kenterung trieb das fast neue Boot eine wuchtige Stufe hinunter. Einige 100 Meter stromabwärts konnte es zwar geborgen werden, die letzten 70 Zentimeter jedoch waren abgebrochen und wurden nie wieder gesehen. Ansonsten war das Boot aber noch in bemerkenswert gutem Zustand: Cockpitbereich und verbleibendes Heck waren nahezu unbeschädigt, die Risse im Bug reichten nicht bis in die Innenschicht. Ein Wiederaufbau erschien damit lohnenswert. |
|
|
|
1. Tag: Vorbereitung von Boot und Heck |
|
Zunächst gilt es, Boot und Heck aneinander anzupassen. Dabei ist es zweckmäßiger, das Boot an das Heck anzupassen als umgekehrt, da die sauberen Schnittkanten des neuen Hecks wesentlich leichter nachzubilden sind als die unregelmäßigen Bruchkanten am Boot. Die einzige Arbeit am Heck besteht darin, 45-Grad-Winkel in die Schnittflächen zu schleifen, um später das Ersatzteil auf den Stumpf aufsetzen zu können und sich so das Ausrichten des neuen Hecks zu erleichtern. |
|
Wesentlich schwieriger ist das Ganze am Boot. Hier wird zunächst Scheibe für Scheibe abgesägt, bis die Breite an der Schnittfläche nur noch wenig kleiner als die des neuen Hecks ist. Bereits jetzt wird versucht, die Schnitte exakt rechtwinklig zur Längsachse des Bootes zu führen, um so die spätere Feinanpassung zu erleichtern. |
|
|
|
Der Sitz wäre bei den weiteren Arbeiten im Weg und wird daher ausgebaut. Auch die Reste der Schaumkeile müssen entfernt werden. Eigentlich könnte jetzt das Heck angesetzt werden. Ein Blick auf die Uhr sagt aber etwas ganz anderes: Feierabend! |
|
2. Tag: Ansetzen des neuen Hecks |
|
|
|
|
||||||||||||||||||||
|
4. Tag: Unterschiff |
|
|
||||||||||||||||
|
5. Tag: Außennaht |
|
|
||||||||||||||||||||
|
6. Tag: Innenausbau |
|
Hier sind zuerst die zerstückelten Schaumkeile in Bug und Heck zu ersetzen. Als Material dient Styropor, wie es auch original verbaut war. Um die Kontur des Bootes auf die Styroporplatte zu übertragen, wird die Platte neben dem Boot senkrecht an der Wand befestigt. Jetzt kann das Boot mit einem Anschlagwinkel abgefahren und so die Außenkontur auf die Styroporplatte übertragen werden. Zieht man davon die Wandstärke, in der Regel 4 bis 5 Millimeter, ab, so wird daraus die Innenkontur. Somit kann der Schaumkeil, zum Beispiel mit einer Stichsäge, ausgeschnitten, anprobiert und nachgearbeitet werden. |
|
|
||||||||||||||||